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Wir über uns... |
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Auftakt für die "Steinburger Tafel" |
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Norddeutsche Rundschau -
Erschienen am 01.12.1999 |
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Auch im
Kreis Steinburg werden 20 Prozent aller angebotenen
Lebensmittel in den Abfall geworfen. Gleichzeitig
gibt es viele Menschen, die hungern. Aber kein
Mensch im Kreis muss hungern, wenn nur die
Lebensmittel weitergegeben werden, die sonst in den
Müll wandern, stellten der DRK-Kreisverband
Steinburg und die DRK-Schwesternschaft Ostpreußen
klar. Gemeinsam haben sie die Initiative zur
Gründung der Steinburger Tafel ergriffen. Ziel soll
es sein, überschüssige Nahrungsmittel aus dem Handel
weiterzureichen, um so einen Beitrag zur
Ernährungsgrundlage sozial schwacher Menschen zu
leisten. In ehrenamtlicher Arbeit werden die
geeigneten Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Konserven,
Säfte, Babynahrung, Backwaren, Teigwaren etc.
eingesammelt und an einer Ausgabestelle zu
bestimmten Öffnungszeiten kostenlos an die
Bedürftigen weitergegeben. Die Steinburger Tafel
braucht daher ehrenamtliche Mitarbeiter, die sich
beim Organisieren sowie beim Einsammeln, Sortieren
und Verteilen der gespendeten Lebensmittel
engagieren möchten.
Kreisverband und Schwesternschaft laden alle
Interessierten zur Gründungsversammlung der
Steinburger Tafel am Donnerstag, 27. Januar, um
19.30 Uhr ins Haus der DRK-Schwesternschaft
Ostpreußen in Itzehoe, Talstraße 16, ein.
Gleichzeitig würden sich die Initiatoren freuen,
wenn sich Obst- und Gemüsehändler, Bäckereien,
Lebensmittelhändler und Supermärkte mit ihnen in
Verbindung setzten: DRK-Kreisverband Steinburg,
Bahnhofstraße 11, Telefon 04821/6790-0,
DRK-Schwesternschaft Ostpreußen, Talstraße 16,
Telefon 04821/9580-0. |
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Tafel für
Bedürftige ist gedeckt - Heute erste
Ausgabe von Lebensmitteln im Café "Freiraum" |
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Norddeutsche Rundschau -
Erschienen am12.05..2000 |
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Die
Itzehoer Tafel, ein neuer Anlaufpunkt für Menschen
mit geringen finanziellen Mitteln, nimmt heute den
Betrieb auf. Von 11 bis 12 Uhr werden im Café
Freiraum, Feldschmiede 60, kostenfrei Lebensmittel
an Bedürftige, Sozialhilfeempfänger, Menschen mit
kleinem Einkommen und Senioren mit geringer Rente
ausgegeben. Jeder, der meint, dass er bedürftig ist,
kann kommen, beschreiben die ehrenamtlichen Helfer
die zukünftigen Kunden der Tafel. Die Itzehoer Tafel
bedient nicht nur Bürgern aus der Stadt, Menschen
aus dem gesamten Kreisgebiet können sich
Lebensmittel für den eigenen Bedarf abholen,
erläutert Angela Eggers von der
DRK-Schwesternschaft, die die Tafel unterstützt.
Geschäftsleute aus Itzehoe und dem Kreis haben für
den guten Zweck gespendet. Morgen früh sind die
Regale gefüllt, fügt Gertrud Schölermann hinzu.
Nudeln, Kaffee, Schokolade und viele andere
Lebensmittel warten auf Abnehmer. Die Helfer haben
alle Hände voll zu tun: Die Waren müssen abgeholt
und für die Verteilung zwischengelagert werden.
Bedingungen sind an die Ausgabe der Lebensmittel
nicht geknüpft. Allerdings sollten Interessierte
Tüten oder Taschen für die Waren mitbringen.
Zukünftig wird die Lebensmittelausgabe an jedem
Freitag von 11 bis 12 Uhr im Freiraum stattfinden.
Mit den anliegenden Geschäftsleuten wurde im Vorfeld
gesprochen und sie haben keine Bedenken angemeldet,
sagt Jörg Kellermann. Sie stehen der Sache positiv
gegenüber, betont auch Renate Gromke vom
DRK-Kreisverband. Sollten Nahrungsmittel übrig
bleiben, werden sie an Institutionen weitergegeben. |
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| So kann
es weitergehen |
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Positive Bilanz der
"Itzehoer Tafel" nach den ersten beiden
Ausgabe-Terminen |
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Norddeutsche Rundschau -
Erschienen am 20.05.2000 |
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Die
ersten beiden Lebensmittelausgaben der Itzehoer
Tafel waren ein voller Erfolg. Schon vor dem
offiziellen Start um 11 Uhr drängten sich die
Interessenten in der Itzehoer Fußgängerzone vor dem
Cafe Freiraum. Immer mehr Waren wurden
hineingetragen, die Geschäftsleute hatten zahlreich
gespendet, ob aus Itzehoe, Kellinghusen,
Hohenlockstedt oder Wrist. Ob frisches Obst und
Gemüse, Brot oder Negerküsse das Angebot war
reichhaltig und die Spannung bei den rund 30
ehrenamtlichen Helfern groß: Wie viele Kunden würden
das Angebot annehmen? Die Antwort war überwältigend:
Insgesamt 53 Personen nahmen beim ersten Mal vor
einer Woche das Angebot an, kostenfrei Lebensmittel
zu erhalten. Gestern waren es bereits 69. Niemand
wurde mit leeren Händen davon geschickt. Die
Mitarbeiter der Itzehoer Tafel sind sich einig: So
kann es weiter gehen. Bleibt etwas übrig, werden die
Lebensmittel, die meist kurz vor dem Verfallsdatum
stehen, an soziale Einrichtungen im Umkreis
verteilt. Weggeworfen wird nichts. Aber wir wollen
natürlich, dass möglichst viele Leute zu uns kommen,
fügt Renate Gromke, DRK-Kreisgeschäftsführerin und
Mit-Organisatorin der Itzehoer Tafel hinzu.
Ausgegeben werden die Lebensmittel jeweils freitags
von 11 bis 12 Uhr im Cafeõ Freiraum, Feldschmiede
60. Wer im Tafel-Team mithelfen möchte, zum Beispiel
als Fahrer, bei der Ausgabe oder dem Aufbau der
Waren, kann sich beim DRK-Kreisverband, Telefon
04821/67900 oder der DRK-Schwesternschaft
Ostpreußen, Telefon 04821/95800, melden.
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Die anfängliche Skepsis ist der Akzeptanz gewichen |
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Insgesamt 53 Personen nahmen das Angebot am ersten
Ausgabetag an. Es sollten bald mehr werden. Ein
neuer Ausgabeort mußte her. Ab dem 15.September
erfolgte die Ausgabe im Gemeindehaus der St.
Laurentii-Gemeinde Langer Peter. Der Anstieg der
Kundenzahl bedeutete eine neue Herausforderung an
die Helfer. Die ersten Kunden kamen schon gegen 8:00
Uhr, Ausgabebeginn 11:00 Uhr, um die größte Auswahl
zu haben. Es wurde das Nummernsystem eingeführt.
Jeder Haushalt erhielt eine feste Nummer. In zehner
Schritten versetzt erfolgte nun die Ausgabe. Jeder
kommt somit in den Genuss unter den Ersten zehn zu
sein. |
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In zentraler Lage: Neue
Räume für die Itzehoer Tafel |
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Norddeutsche Rundschau -
Erschienen am17.04.2002 |
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Große,
helle Räume, zentrale Lage: Die Itzehoer Tafel ist
umgezogen. Künftig lagert und verteilt sie ihre Lebensmittel
auf 120 Quadratmetern in der Großen Paaschburg 15 und nicht
mehr am Langen Peter. Los geht es am Freitag, 19. April, ab
11 Uhr mit der ersten Essensausgabe an Bedürftige im neuen
Gebäude.
"In den Räumen haben wir ganz andere Möglichkeiten", freut
sich Tafel-Mitarbeiterin Birge Eskildsen. Bislang gingen die
Lebensmittel für die wöchentliche Essensausgabe auf
Wanderschaft. Verderbliche Waren mussten im Haus der
DRK-Schwesternschaft, die die Schirmherrschaft über das
Projekt inne hat, im Kühlschrank zwischengelagert werden und
wurden erst am Tag der Ausgabe zum Langen Peter gebracht.
Zudem mussten vor und nach der Arbeit Möbel gerückt werden,
da im Gemeindehaus auch andere Projekte stattfanden. Neue
Kühlgeräte und Regale, fast ausschließlich Spenden, machen
nun Lagerung und Verkauf in der Großen Paaschburg möglich.
"Wichtig ist, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird",
sagt Tafel-Mitarbeiterin Sabine Noll-Lassen. Daher werden
die Nahrungsmittel, die bei Supermärkten und Einzelhändlern
von den ehrenamtlichen Helfern der Tafel abgeholt werden, in
Kühltaschen transportiert, und dann sofort kühl gelagert. 33
Verbrauchermärkte, 13 Bäcker, zwei Naturkostläden, zwei
Tankstellen, ein Restaurant, zwei Nahrungsmittelvertriebe,
das Klinikum Itzehoe, die Bundeswehr, ein Grafikdesigner,
eine Druckerei, Betreiber von Wochenmarktständen und
Privatleute unterstützen die Tafel. "Wir dürfen aber nur
eingeschweißte Lebensmittel annehmen, also zum Beispiel kein
frisches Obst oder Suppe", sagt Birge Eskildsen.
Vor zwei Jahren hatten 25 ehrenamtliche Helfer das Projekt
ins Leben gerufen, es ist das einzige Angebot dieser Art im
Kreis Steinburg. "Wir wollen verhindern, dass brauchbares
Essen weggeschmissen wird und können damit denen helfen, die
Unterstützung nötig haben", sagt Sabine Noll-Lassen. Standen
zunächst etwa 60 Familien Schlange, sind es jetzt bis zu
220, die sich freitags Lebensmittel abholen. Sie teilen sich
unter anderem 120 Kilogramm Brot, 400 Brötchen, 300
Gebäckstücke, 50 Liter Milch, 20 Liter Fruchtsäfte und
Softdrinks, 300 Becher Joghurt, 30 Konserven, 5 Kilogramm
Mehl und Zucker, 280 Eier und 100 Kilogramm Gemüse.
Die Waren werden nach einem Rotationssystem ausgegeben: Wer
in einer Woche die Nummer Eins hat, erhält in der folgenden
die Nummer elf, danach die 21 - so hat jeder die Chance,
einmal vorne zu stehen.
Wer sich anstellt, wird indes auch bedient - Nachweise, etwa
der Sozialhilfe, wie sie bei anderen Tafeln verlangt werden,
müssen in Itzehoe bislang nicht erbracht werden. Symbolisch
zahlt jeder Kunde 1 Euro pro Ausgabe.
Die Großzügigkeit hat aber ihren Preis. Die Tafel ist auf
Spenden angewiesen. In den kommenden Monaten kann daraus die
günstige Miete für die neuen Räume finanziert werden, dazu
entstehen jedoch Kosten für Reinigung und Benzin.
Korrigierte
Zahlen:
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